Manifesta 16 Ruhr stellt konzeptionellen Rahmen und Urban Vision vor
Im Rahmen einer Pressekonferenz in Essen am 29. April 2025 haben Hedwig Fijen (Direktorin der Manifesta 16 Ruhr) und Josep Bohigas (erster Creative Mediator der Manifesta 16 Ruhr) die ersten Ergebnisse der urbanistischen Forschung und die konzeptionelle Rahmung für die Manifesta 16 Ruhr vorgestellt. Beide Elemente bilden eine wichtige Grundlage, auf der die 16. Ausgabe der Biennale aufbaut.
Im Einklang mit der zentralen Mission der Manifesta soll die Biennale untersuchen, wie Kultur Impulse für gesellschaftliches Engagement kann und positive Veränderungen durch Inklusion und Teilhabe in Gang setzen kann.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Ruhrgebiet mit seiner reichen Industrielandschaft aufgrund seiner strategischen Bedeutung als Zentrum der Kohle- und Stahlproduktion weitgehend zerstört. In der Nachkriegszeit folgte in der Region ein rascher Wiederaufbau, der von neuen architektonischen und sozialen Konzepten geprägt war. Das Ziel war hierbei eine Neugestaltung von Stadtzentren und -vierteln. In Vorbereitung auf die Manifesta 16 wurde dieser geschichtliche Kontext unter dem Gesichtspunkt der urbanen Transformation im Zuge des regionalen Wiederaufbaus intensiv beleuchtet.
Ein Schwerpunkt des urbanistischen Forschungskonzepts ist die Untersuchung der Funktion von kirchlichen Gebäuden beim Wiederaufbau des Ruhrgebiets nach dem Krieg. Kirchliche Architekturen, die oft von den lokalen Gemeinschaften selbst (wieder) aufgebaut wurden, wurden zum Symbol bürgerlicher Identität und demokratischer Teilhabe. Viele dieser Kirchen scheinen jedoch heute obsolet zu sein. Man rechnet damit, dass fast die Hälfte der 40.000 Kirchen in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre geschlossen, abgerissen oder verkauft werden.
Download the full Conceptual Framework and Urban Vision via the links below.
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